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Frist abgelaufennational

Erneuerung des Bodenfunktionsbewertungsverfahrens Sachsen-Anhalt - Teilfunktion Regulation im Wasserhaushalt

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt · Halle (Saale)

Aktenzeichen 23.12/01/2025veröffentlicht 01.09.2025Öffentliche Ausschreibung

Angebotsfristseit 418 Tagen abgelaufen

Dieses Verfahren ist abgeschlossen oder älter. Die Seite bleibt zur Information erreichbar.

Auf einen Blick

Art des Auftrags
keine Angabe
Geschätzter Wert
keine Angabe
Laufzeit
keine Angabe
Lose
1
Rahmenvereinbarung
keine Angabe
Ort der Leistung
Halle (Saale)
Einreichung
elektronisch: Zulässigevergabe-online.de
Diese Bekanntmachung ist eine Kurzmeldung. Laufzeit, Lose, Eignungs- und Zuschlagskriterien stehen nur in den Unterlagen auf der Vergabeplattform.

Einordnungvon uns ausgewertet

Wer darf bieten?

Alle interessierten Unternehmen dürfen ein Angebot abgeben.

Wird verhandelt?

Es wird nicht verhandelt. Gewertet wird das Angebot so, wie es eingereicht wurde.

Was jetzt zu tun ist

Unterlagen auf der Vergabeplattform abrufen und das Angebot vollständig bis zur Angebotsfrist abgeben.

Obergrenze: Nationales Verfahren: Der Gesamtwert liegt unter dem jeweiligen EU-Schwellenwert (216.000 € für Liefer- und Dienstleistungen, 5.404.000 € für Bauleistungen). Ausnahme: kleine Lose eines EU-weiten Auftrags.

Bei dieser Vergabestelle vergehen von der ersten Meldung bis zum Ergebnis im Mittel 168 Tage (25 Verfahren, 24 Monate).

Die Gewichtung von Preis und Leistung steht nicht in der Bekanntmachung, nur in den Vergabeunterlagen.

Unterlagen schon heruntergeladen? Vergabeunterlagen prüfen (Team): Fristen, Gewichtung, Mengen, Zertifikate und Fehler im Preisblatt.

Fristen und TermineStand 08.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 14 Monaten
  2. Fragen bis 11:00 Uhr
    vor 14 Monaten
  3. Angebotsfrist 11:00 Uhr
    über evergabe-online.de
    vor 14 Monaten
  4. Heute

Beschreibung

Der im Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) verankerte Vorsorgegedanke zielt darauf ab, bereits das Entstehen schädlicher Bodenveränderungen zu verhindern und so die natürlichen Ressourcen und Lebensgrundlagen zu schützen. Entsprechend gilt es, die natürlichen Bodenfunktionen sowie die Funktion als Archiv der Natur- und Kulturgeschichte gleichberechtigt neben anderen Schutzgütern in Planungs- und Zulassungsverfahren einzubringen. Hierfür entwickelten aufgrund fehlender (bundes)einheitlicher Vorgaben die einzelnen Bundesländer verschiedene Bewertungsverfahren, um auf der Grundlage von Bodenkarten die in § 2 BBodSchG beschriebenen Bodenfunktionen flächendifferenziert zu bewerten. Durch die Einbindung der Bewertungsverfahren in die Landes-, Regional- und Bauleitplanung wird die Identifikation und hinreichende Berücksichtigung der besonders schutzwürdigen Böden im Sinne des vorsorgenden Bodenschutzes ermöglicht. Für die großmaßstäbige Bewertung der Bodenfunktion Regelung im Wasserhaushalt wird in Sachsen-Anhalt aktuell die Infiltrationskapazität herangezogen (Borg & Preetz 1996). Die Ableitung der Werte erfolgt dabei für Ackerböden unter Berücksichtigung von Bodenart, Entstehungsart und Zustandsstufe, während für Grünlandböden neben der Bodenart die Bodenstufe und die Wasserverhältnisse in die Bewertung einfließen. Die Niedersächsische Methode zur Bewertung der Regelungsfunktion im Wasserhaushalt verknüpft die Wasserdurchlässigkeit (Infiltrationskapazität) mit der nutzbaren Feldkapazität (Retentionskapazität). Die entsprechenden Methoden zur Ermittlung der Parameter finden sich in Bug et al. (2020). Das sich in Arbeit befindende bundesweite Bodenfunktionsbewertungsverfahren soll (sich am niedersächsischen Vorgehen orientieren und) die Bodenteilfunktion Wasserkreislauf anhand der Kriterien Retentionskapazität, Infiltrationsleistung sowie Auenböden bewerten. In Sachsen-Anhalt wurde bereits 1996 im Auftrag des damaligen Umweltministeriums ein Bodenfunktionsbewertungsverfahren (BFBV LAU) veröffentlicht. Dieses Verfahren steht Behörden und anderen Nutzern zur landesweiten Bodenbewertung in jeweils aktualisierter Version zur Verfügung und kann maßstabsunabhängig eingesetzt werden. Neben dem BFBV LAU gibt es die „Rechnergestützte Bodenbewertung nach dem Methoden-Management-System (MeMaS)“ des Landesamtes für Geologie und Bergwesen Sachsen-Anhalt auf Basis der flächendeckend für Sachsen-Anhalt digital verfügbaren Vorläufigen Bodenkarte (VBK 50) im Maßstab 1:50.000. Zur Stärkung der Belange des vorsorgenden Bodenschutzes soll in Zukunft ein gemeinsames Bodenfunktionsbewertungsverfahren auf der Basis einheitlicher Datengrundlagen mit einer maximalen Flächenabdeckung zur Anwendung kommen. Aufgabe des Projektes ist die methodische Neuaufstellung der Bewertung der Wasserhaushaltsfunktion im Rahmen eines einheitlichen Bodenfunktionsbewertungs-verfahrens für Sachsen-Anhalt. Dafür soll sich an der Niedersächsischen Methodik („NIBIS“) sowie an dem auf Bundesebene geplanten Verfahren orientiert werden. Danach sollen in die Bewertung der Regulationsfunktion im Wasserhaushalt die Infiltrationsleistung, die Retentionskapazität sowie Auenböden einfließen. Im Rahmen dieses Projektes soll die Bewertung der Retentionskapazität erarbeitet und die Bewertung der Infiltrationsleistung gegebenenfalls erneuert werden. Die Retentionskapazität ergibt sich aus der nutzbaren Feldkapazität (nFK) und der Luftkapazität (LK), während die Infiltrationsleistung über den kf-Wert bestimmt wird (Bug et al. 2022).

AuftraggeberZur Seite der Vergabestelle

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 03.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 29f01525-7613-4593-9125-8ac6a3a1cc38.