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„Auswirkungen invasiver Pflanzenarten gemäß IAS-VO 1143/2014 auf den LRT 3150 und dort vorkommende Amphibienarten - Erfassung von Amphibien: LOS 1 - Nördlich von Genthin“

Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt · Halle (Saale), Sachsen-Anhalt

Aktenzeichen 43.151-VV03_Vv-2022_Los1veröffentlicht 06.03.2023DienstleistungenVerhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

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Dienstleistungen
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Laufzeit
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Lose
1
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum WettbewerbEU-weit
Rahmenvereinbarung
keine Angabe
Ort der Leistung
Halle (Saale)06116, Sachsen-Anhalt
Einreichung
keine Angabe
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  1. Veröffentlichung
    vor 44 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

1. Ziel der Leistung Im Rahmen des Projektes soll erfasst werden, ob und inwieweit sich die Ausbreitung invasiver Pflanzenarten nach IAS-Verordnung (Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten) auf gefährdete Lebensraumtypen des Anhang I FFH-Richtlinie sowie für die LRT kennzeichnenden Arten auswirkt. Laut Meldung Sachsen-Anhalts im aktuellen FFH-Bericht 2019 werden insbesondere für den LRT 3150 („Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions“) invasive Arten der Unionsliste als Beeinträchtigung bzw. Gefährdung angesehen. Vorkommen der Neophyten Schmalblättrige Wasserpest (Elodea nuttallii), Verschiedenblättriges Tausendblatt (Myriophyllum heterophyllum) sowie Wechselblatt-Wasserpest (Lagarosiphon major) wurden in der Vergangenheit für das Land Sachsen-Anhalt belegt. Zum aktuellen Bestand sowie zur weiteren Ausbreitung der bisher gemeldeten Neophytenbestände der o. a. Arten existieren insbesondere außerhalb der FFH-Gebietskulisse größere Kenntnisdefizite. Im Rahmen des Projektes soll daher modellhaft anhand des LRT 3150 die aktuelle Verbreitung und der Einfluss der neophytischen und invasiven Pflanzenarten Elodea nuttallii, Myriophyllum heterophyllum und Lagarosiphon major auf den Erhaltungszustand des LRT sowie auf die für den LRT charakteristischen Amphibienarten ermittelt werden. Die Vorauswahl der Gewässer innerhalb der zu erfassenden Messtischblätter erfolgte bereits durch das Landesamt für Umweltschutz. Gegenstand des vorliegenden Ausschreibungsverfahrens ist die Erfassung der Amphibien im Jahr 2023 an den vom LAU vorausgewählten Gewässern nördlich von Genthin (Los 1).

Beschreibung des Loses

Ziel der Leistung ist die Erfassung der Artengruppe Amphibien an insgesamt 49 vorausgewählten Gewässern innerhalb des Untersuchungsgebietes (durchschnittlich 25 Stillgewässern je MTB) (vgl. Tab. 2 und Abb. 2).An allen vorausgewählten Gewässern (im Durchschnitt 25 Gewässer je vollem MTB, insgesamt 49 Gewässer) sind zwischen Mitte März/Anfang April und Mitte Mai 2023 die Populationen der Amphibien zu erfassen. Dazu sind je Gewässer 3 Begehungen zur Hauptreproduktionszeit der relevanten Amphibienarten vorzusehen, wobei mindestens 2 Begehungen in der Dämmerung / nachts erfolgen müssen. Sollten einzelne Gewässer in Folge der Dürreperioden nicht mehr vorhanden oder generell ungeeignet für Amphibien sein, sind entsprechende Alternativgewässer im Umfeld für die Kartierung auszuwählen. Während der Begehungen sollen die üblichen Standardmethoden zur Erfassung von Amphibien (Laichsuche, Verhören, Sichtbeobachtungen, nächtliches Ableuchten der Gewässerufer, Larvensuche, ggf. Reusenfallenfänge) zum Einsatz kommen. Dabei sind alle Amphibienvorkommen artspezifisch und mit Angabe der jeweiligen Anzahl und Entwicklungsstadien in Form von wissenschaftlichen Datensätzen zu dokumentieren. Ergänzend ist zu allen Gewässern und Arten zu dokumentieren, an welchem Gewässerufer sich während der Erfassungen die Laichplätze / Hauptanteile der Population befanden. Dies kann z.B. durch die Verortung mittels GPS oder eine verbale Beschreibung (z.B. „Laichplätze am Nordufer“, „Rufergruppen im Ostteil“ oder „Rufer gleichverteilt im gesamten Gewässer“) erfolgen. An allen Gewässern mit Vorkommen von Arten der Anhänge II und IV der FFH-Richtlinie sind die Erhaltungszustände gemäß den Bewertungsschemata nach BFN & BLAK (2017) unter Zugrundelegung der in dieser Leistungsbeschreibung vorgegebenen Kartierintensität (3 Beg., davon mind. 2 nachts) zu bewerten und zu dokumentieren. Die Ergebnisse der Erfassung sind in eine MultiBaseCS-Datenbank einzugeben, wobei die Datensätze Angaben in den Feldern: Datum, Uhrzeit, Ort, Koordinaten, Beobachter, Art, Anzahl, Einheit sowie ggf. weitere Zusatzfelder (Bemerkungen, Toleranz, Nachweistyp, Verhalten etc.) enthalten sollen. In der Datenbank sind zudem auch Negativnachweise für die Artengruppe Amphibien zu dokumentieren (Begehungen ohne Nachweis an einem Gewässer zu einem Begehungstermin). Der schriftliche Endbericht soll Angaben zur Methodik und einen überblicksartigen Ergebnisteil mit artweiser Darstellung (inkl. kartografischer Darstellungen) der jeweiligen Artvorkommen im UG enthalten. Einzelne Art-Erfassungsbögen je Gewässer und Artvorkommen sind nicht Gegenstand des Berichtes. Die Ergebnisse zum Erhaltungszustand der Artvorkommen (Arten der Anh. II & IV FFH-RL) an den Gewässern sind in tabellarischer Form zu dokumentieren. Der digitale Teil des Endberichtes umfasst folgende Teile: MultiBaseCS-Datenbank mit sämtlichen Artnachweisen und Negativnachweisen (Eingabe entsprechend den aktuellen Vorgaben des LAU) Shape-Datei aller Untersuchungsgewässer mit eindeutiger Nummerierung (MTB-weise entsprechend vorgegebenem Schema) Excel-Datei mit Ergebnissen zum Erhaltungszustand (inkl. aller Unterkriterien-und Kriterienbewertungen) der Vorkommen von Anh. II- und IV-Arten an den Gewässern (eine Vorlage wird durch den AG bereitgestellt) Fotodokumentation aller Kartiergewässer mit eindeutiger Nummerierung der Fotos entsprechend der Gewässernummerierung (mind. 5 aussagekräftige Fotos je Gewässer) Der schriftliche Endbericht ist final in einfacher Ausfertigung zu liefern. Dem Endbericht sind sämtliche erhobenen Daten und Auswertungsergebnisse sowie der Textteil, Abbildungen und Fotos in Dateiform auf Datenträgern beizufügen. Die Datenbank ist im Format MultiBaseCS (.mbcex) zu übergeben. Für den Endbericht zu den gilt folgender Termin: 31.10.2023. Vorab ist dem AG bis zum 31.05.2023 eine überarbeitete shape-Datei aller in der Kartierung berücksichtigten Gewässer inkl. eindeutiger Gew.-ID per E-Mail zu übermitteln. Durch den Auftraggeber zur Verfügung gestellte Unterlagen: allgemeine GIS-Daten (Schutzgebietsgrenzen, digitale Luftbilder etc.) aktualisierte Fassungen der Bewertungsschemata (BFN & BLAK 2017) Vorausgewählte Kartiergewässer als shape-Datei digitale Daten der CIR Biotop- und Nutzungstypenkartierungen der Jahre 2005 und 2009 digitale Luftbilder und topografische Karten des Projektgebietes Excel-Vorlage zur Dokumentation der Erhaltungszustände von Anh. II- und -IV-Arten LAU-Vorgaben zur Dateneingabe in MultiBaseCS Angebotsabgabe Bitte beachten Sie die Hinweise in Anlage 12 (Zuschlagskriterien) zur Vorlage personenbezogener Referenzen.

Gegenstand nach CPV

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 5c99e667-8a66-4df2-92d1-47d4a2ff98c6.