Bundesbehördenzentrum Am Steiger Erfurt, Neuerrichtung ESB-Standort
Freistaat Thüringen, Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV), Abteilung 2 Hochbau und Liegenschaften · Erfurt, Thüringen
Aktenzeichen 1578-22-V-EV-21veröffentlicht 03.10.2023DienstleistungenVerhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb
- Leistungsart
- Dienstleistungen
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Auf einen Blick
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- 1
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit TeilnahmewettbewerbEU-weit
- Rahmenvereinbarung
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Einordnungvon uns ausgewertet
Zuerst bewerben sich Unternehmen mit einem Teilnahmeantrag, danach geben ausgewählte Bewerber Angebote ab.
Über Inhalt und Preis der Angebote kann verhandelt werden. Oft behält sich die Vergabestelle vor, den Zuschlag ohne Verhandlung zu erteilen: Das erste Angebot sollte dann schon das letzte sein.
Kein Angebot mehr möglich. Wer gewonnen hat und wie viele Angebote eingingen, steht unter Zuschläge; für Folgeaufträge lohnt der Blick auf Laufzeit und Vergabestelle.
Das Verfahren ist abgeschlossen; diese Meldung nennt das Ergebnis.
Die Gewichtung von Preis und Leistung steht nicht in der Bekanntmachung, nur in den Vergabeunterlagen.
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Fristen und TermineStand 08.11.2026
- Veröffentlichungvor 37 Monaten
- Heute
Beschreibung
Die Generalzolldirektion GZD siedelt in der Liegenschaft „Am Steigerwald“, Drosselbergstraße 2-4 in 99096 Erfurt einen Standort für Fortbildungen im Bereich Eigensicherung und Bewaffnung ESB an. Dafür sollen Gebäude für die drei Trainingsbereiche 6-Bahnen-Raumschießanlage, Selbstverteidigung sowie Handlungs- und Verhaltenstraining neu errichtet werden. Ein Außentrainingsbereich soll sich unmittelbar an das Handlungs- und Verhaltenstrainingsgebäude anschließen. Die dafür erforderlichen Planungsleistungen Freianlagen werden separat ausgeschrieben und sind nicht Bestandteil dieses Verfahrens. Für die Planung des Neubaus der Gebäude für den ESB-Standort werden hier die Dienstleistungen für die Objektplanung Gebäude ausgeschrieben.
Beschreibung des Loses
Lage der Liegenschaft: Die ehemals militärische Liegenschaft „Am Steigerwald“ befindet sich im Süden der Landeshauptstadt Erfurt oberhalb der Löberfeld-Kaserne am Landschaftsschutzgebiet Steigerwald. Sie wird von Norden über die Straße „Am Tannenwäldchen“ und von Osten über die „Drosselbergstraße“ erschlossen. Nutzung der Liegenschaft: Von 1934 bis 1992 wurde die Liegenschaft „Am Steigerwald“ militärisch genutzt. Die Anlagen wurden im 2.Weltkrieg nicht durch Kriegseinwirkungen zerstört. Die Luftbildauswertung ergab keinen Kampfmittelverdacht. Nach dem Ende der militärischen Nutzung wurden alle Verdachtsflächen untersucht und alle festgestellten Altlasten beseitigt. Die Liegenschaft „Am Steigerwald“ soll als Bundesbehördenzentrum entwickelt werden. Ein Teil der ehemaligen militärischen Unterkunfts-, Versorgungs- und Garagengebäude wurden bereits zu Büro- und Garagengebäuden für Bundesbehörden umgebaut. Im Bebauungsplanentwurf ist das Bundesbehördenzentrum „Am Steigerwald“ als sonstiges Sondergebiet SO ausgewiesen. Neubauten und Einfriedungen sollen sich auf den Bereich des Sondergebietes SO beschränken und wurden zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben BImA als Eigentümer der Liegenschaft und der Stadt Erfurt vorabgestimmt. Das Baufeld für die Neubauten liegt im südlichen Bereich des Sondergebietes SO. Es umfasst die Flächen südlich des vorhandenen großen Parkplatzes an der Drosselbergstraße sowie die Fläche des südwestlich gelegenen abzureißenden Garagengebäudekomplexes 020 mit Verkehrsflächen. Umfang der Maßnahme: Es sollen Gebäude für die drei Trainingsbereiche 6-Bahnen-Raumschießanlage (BGF ca.1.800 m²), Selbstverteidigung (BGF ca.700 m²) sowie Handlungs- und Verhaltenstraining (BGF ca.1.500 m²) neu errichtet werden. Der Außentrainingsbereich (Straßensituation ca. 225 m x 18,60 m, ca.4.200 m²) soll sich unmittelbar an das Handlungs- und Verhaltenstrainingsgebäude anschließen und wird im Rahmen der Freianlagen geplant. Alle Fachplanungsleistungen, wie Abriss von Garagengebäude 020, Tiefbauarbeiten, Verkehrsanlagen, Freianlagen, Tragwerksplanung, Bauphysik, BNB etc. werden unabhängig von den Architektenleistungen separat gebunden. Jeder Trainingsbereich besteht aus einer eingeschossigen Halle mit angegliederten Unterrichts- und Nebenräumen. Die Gebäude müssen flexibel an zukünftige funktionelle, technische und energetische Anforderungen anpassbar sein. Die zwei Funktionsbereiche 6-Bahnen-Raumschießanlage (RSA) und Selbstverteidigungs-Mattenhalle (SV-Mattenhalle) sollen ebenerdig in einem Gebäude zusammengefasst werden. Dieses sollte südlich des großen Parkplatzes dem Gelände folgend in den Hang eingefügt werden. Das Handlungs- und Verhaltenstrainingsgebäude (HVT) soll die Garagen des Garagengebäudekomplexes 020 ersetzen (siehe Anlage Vergabeunterlagen). Gebäude und Außentrainingsbereich werden eingefriedet. Beim Handlungs- und Verhaltenstraining (HVT) sollen polizeiliche Techniken und Abläufe realitätsnah in nachgebauten Alltagssituationen unter Aufsicht und Anweisung trainiert werden. Eine Besonderheit der Trainingshalle ist die flexible Umbaubarkeit der räumlichen und technischen Übungssituationen sowie eine zweite Ebene mit Stegen über den vier Übungsbereichen. Von diesen offenen Stegen aus können Trainer Anweisungen geben. Die Übungsabläufe werden in Unterrichtsräumen ausgewertet. Gebäude und Außentrainingsbereich stehen in unmittelbarem Zusammenhang. Auf der 6-Bahnen-Raumschießanlage (RSA) wird das dynamische Mehrdistanzschießen mit interaktiver Zieldarstellungstechnik trainiert. Zur Raumschießanlage gehören neben dem Schießraum für eine Schießentfernung von 3 m bis 25 m und dem Geschossfang weitere Trainings- und Nebenräume. Die Anlage soll für Pistolen, Revolver und Maschinenpistolen mit Trainingsmunition bis zu einer maximalen Bewegungsenergie der Geschosse von 1.500 Joule ausgelegt werden. Der Schießraum muss durchschuss- und rückprallsicher ausgebildet werden. An Bau- und Raumakustik bestehen höhere Anforderungen. In der Selbstverteidigungs-Mattenhalle werden waffenlose Selbstverteidigung und der Waffenschutz geübt. Die SV-Mattenhalle ist deshalb mit einer „Judo-Matte“, 18 Boxsäcken etc. ausgestattet. Daneben sind Umkleiden, Sanitärräume und Lagerräume erforderlich. Für das Vorhaben soll das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) sinngemäß angewendet werden. Es wird die Qualitätsstufe „BNB-Silber nach sinngemäßer Anwendung“ mit der Option der Zertifizierung angestrebt. Ziel ist, die Umwelt für zukünftige Generationen zu schützen, Ressourcen zu schonen und Lebenszykluskosten zu senken. Ein separat durch das TLBV beauftragter BNB-Fachplaner muss in die Objektplanung Gebäude integriert werden. Die klimapolitischen Ziele 2050 sind zu berücksichtigen. Bei Neubauten des Bundes ist ein energetischer Standard eines Effizienzgebäudes Bund 40 (EGB 40) erforderlich. Für eine CO2-neutrale Energieversorgung sollten regenerative Energien sowie bauliche und technische Möglichkeiten der Gebäudehülle genutzt werden. Nach BNB sollte Technik in nachhaltigen Gebäuden auf das notwendige Maß beschränkt sein. Die Gebäude werden in ein zukünftiges Liegenschaftsenergiekonzept eingebunden, um in 5-Jahresschritten bis 2045 „Null-Emission“ für die Gesamtliegenschaft auf wirtschaftlichstem Wege zu erreichen. Der Leitfaden „Barrierefreies Bauen“ ist anzuwenden und umzusetzen. Die Honorarzone IV nach HOAI wurde für die Baumaßnahme festgestellt.
Gegenstand nach CPV
- 71221000Dienstleistungen von Architekturbüros bei GebäudenHauptgegenstand
Zuschläge
| Zuschlag an | Angebote |
|---|---|
| Bastmann + Zavracky GmbH | – |
AuftraggeberAlle Verfahren dieses Auftraggebers
- Name
- Freistaat Thüringen, Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV), Abteilung 2 Hochbau und Liegenschaften
- Art
- Regionale Gebietskörperschaft, Allgemeine öffentliche Verwaltung
- Anschrift
- 99091 Erfurt
- Kontakt
- ?keine Angabe
Bei uns erfasst
- Bundesbehördenzentrum Am Steigerwald, Neubau Gebäude 006, Objektplanung Gebäude07.02.2024
- Universität Erfurt, Sanierung und Instandsetzung des Lehrgebäudes II, Fachplanung Tragwerksplanung08.01.2024
- Amtsgericht Weimar, Carl-von-Ossietzky-Straße 60, Planung Dachinstandsetzung20.12.2023
- Universität Erfurt, Umbau und Modernisierung des Lehrgebäudes II, Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung HLS19.12.2023
Marktumfeldvon uns ausgewertet
Vergabemeldungen der letzten 24 Monate mit Hauptgegenstand CPV 712 (Dienstleistungen von Architekturbüros) in Thüringen. Abgeleitet aus veröffentlichten Bekanntmachungen, keine amtliche Statistik. Zuschlagswerte unter 1.000 € zählen wir als Platzhalter nicht mit.
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Häufige Zuschlagsempfänger
- HOFFMANN. SEIFERT. PARTNER architekten ingenieure Partnerschaftsgesellschaft6 Zuschläge
- GREENBOX Landschaftsarchitekten PartG mbB Schäfer Pieper Patzelt Theidel Wiegard3 Zuschläge
- ALEXANDER POETZSCH ARCHITEKTUREN2 Zuschläge
- ARGE Waldhelm + SGHG Jena; Waldhelm GmbH2 Zuschläge
- Dr. Jan Eckstein2 Zuschläge
- Elektroplanung Will GmbH2 Zuschläge
Preise und WettbewerbPremium
Verlauf des Verfahrens2 Meldungen
- Vergabebekanntmachung (diese Seite)
- MeldungFrist 27.02.2023
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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 9c9b3a29-f88f-434f-9156-98ec7012414b.