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Frist abgelaufennationalDienstleistungen

Wo der ostdeutsche Fortschritt zum geschlechtsspezifischen Nachteil wird - die Auswirkungen von der Covid-19-Pandemie auf Belastungserfahrungen von Frauen und Männern in Thüringen

Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie · Erfurt

Aktenzeichen 1060-34-3137/61veröffentlicht 24.08.2023Öffentliche Ausschreibung

Angebotsfristseit 1130 Tagen abgelaufen

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Auf einen Blick

Art des Auftrags
keine Angabe
Geschätzter Wert
keine Angabe
Laufzeit
keine Angabe
Lose
1
Rahmenvereinbarung
keine Angabe
Ort der Leistung
Erfurt
Einreichung
elektronisch: Zulässigevergabe-online.de
Diese Bekanntmachung ist eine Kurzmeldung. Laufzeit, Lose, Eignungs- und Zuschlagskriterien stehen nur in den Unterlagen auf der Vergabeplattform.

Einordnungvon uns ausgewertet

Wer darf bieten?

Alle interessierten Unternehmen dürfen ein Angebot abgeben.

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Es wird nicht verhandelt. Gewertet wird das Angebot so, wie es eingereicht wurde.

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Obergrenze: Nationales Verfahren: Der Gesamtwert liegt unter dem jeweiligen EU-Schwellenwert (216.000 € für Liefer- und Dienstleistungen, 5.404.000 € für Bauleistungen). Ausnahme: kleine Lose eines EU-weiten Auftrags.

Die Gewichtung von Preis und Leistung steht nicht in der Bekanntmachung, nur in den Vergabeunterlagen.

Unterlagen schon heruntergeladen? Vergabeunterlagen prüfen (Team): Fristen, Gewichtung, Mengen, Zertifikate und Fehler im Preisblatt.

Fristen und TermineStand 08.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 39 Monaten
  2. Fragen bis 12:00 Uhr
    vor 37 Monaten
  3. Angebotsfrist 12:00 Uhr
    über evergabe-online.de
    vor 37 Monaten
  4. Heute

Beschreibung

Die COVID19-Pandemie stellte eine bislang nicht bekannte gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Nachdem die Hauptphase der Pandemie überwunden ist, soll im Rahmen des ESF-Bewertungsplans eine Thüringenspezifische Studie ausgeschrieben und später umgesetzt werden, welche die Folgen der Pandemie auf Geschlechterverhältnisse und Belastungserfahrungen in den Blick nimmt. In Ostdeutschland und auch Thüringen ergibt sich hierbei eine besondere Konstellation: Die Erwerbsbeteiligung von Frauen war und ist hoch, das Arbeitszeitvolumen (auch in Teilzeit) ebenfalls, gleichzeitig sind Kinderbetreuungsstrukturen gut und im Vergleich zu Westdeutschland ggf. besser ausgebaut und Kinderbetreuung auch bereits ab einem frühen Kindesalter damit familienextern abgesichert. Mit Beginn der Pandemie wurde Kinderbetreuung zumindest zeitweise stark reprivatisier: Kindergärten und Schulen wurden ganz oder teilweise geschlossen, Betreuungsleistungen mussten privat abgesichert werden. Es wird die These vertreten, dass dies Familien in Thüringen vor dem Hintergrund der oben beschriebenen Ausgangslage in einer besonderen Art und Weise betroffen hat. Es liegen bereits verschiedene Studien vor, welche diese Fragestellung streifen. Die besondere Situation in Ostdeutschland wird allerdings bislang nicht oder nur sehr am Rande betrachtet. Unabhängig von der genauen Veränderung in der Verteilung zwischen Sorge- und Erwerbsarbeit von Müttern und Vätern zeigt sich in vielen Studien, dass Mütter zeitlich weiterhin den Großteil der Sorgearbeit verrichten. Dabei sind Mütter nicht nur zeitlich, sondern auch inhaltlich und organisatorisch häufiger hauptverantwortlich für die Sorgearbeit. Diese Hauptverantwortung in der Sorgearbeit ist im Zuge der Covid-19-Pandemie insbesondere in Partnerschaften gestiegen, in denen die Sorgearbeit bereits zuvor nicht gleichberechtigt aufgeteilt wurde. Gleichzeitig ist der Anteil der Paare, in denen die Männer überwiegend Sorgearbeit leisten, auch geringfügig gestiegen. Dass die Mütter zunehmend mehr Verantwortung in der Sorgearbeit haben, nehmen die Mütter stärker als die Väter wahr. In Kombination führen diese Entwicklungen dazu, dass Mütter zunehmend unzufriedener mit verschiedenen Lebensbereichen sind und eine höhere Belastung wahrnehmen als Väter. Auch Alleinerziehende nehmen eine besonders hohe Belastung im Zuge der Covid-19-Pandemie wahr. Vor dem Hintergrund dieser bundesweiten Erkenntnisse und Entwicklungen stellt sich die Frage, wie sie sich in Anbetracht der stärkeren Erwerbsbeteiligung von Müttern in Ostdeutschland (und Thüringen) ausprägen. Andererseits ist eine Grundvoraussetzung für diese gleichberechtigtere Teilhabe am Arbeitsmarkt, dass die Sorgearbeit wie oben bereits beschrieben in Ostdeutschland, und besonders in Thüringen, stärker verstaatlicht und außerfamiliär organisiert ist als in Westdeutschland. Aufgrund dieser vermehrten Kinderbetreuung außerhalb der Familie standen viele Familien in Thüringen vor umso größeren Herausforderungen als die Kindertageseinrichtungen im Zuge der Covid-19-Pandemie (zeitweise) geschlossen wurden oder entsprechendes Personal krankheitsbedingt ausgefallen ist. Somit soll die Studie insbesondere vor dem Hintergrund der zuvor dargestellten Erkenntnisse auf Bundesebene, der stärkeren Erwerbstätigkeit von Müttern in Ostdeutschland und Thüringen sowie der damit verbundenen vermehrten außerfamiliären Organisation der Kinderbetreuung untersuchen, welche Folgen und (zukünftigen) Förderbedarfe sich aus der Covid-19-Pandemie in Thüringen im Hinblick auf die Sorgearbeit und geschlechtsspezifische Rollenverteilung ergeben haben. Ausgeschrieben wird daher die Studie: Wo der ostdeutsche Fortschritt zum geschlechtsspezifischen Nachteil wird - die Auswirkungen von der Covid-19-Pandemie auf Belastungserfahrungen von Frauen und Männern in Thüringen. Das Erfordernis der Evaluierung ergibt sich aus den Berichtspflichten gemäß VO (EU) Nr.2021/1060, Art. 44 Vorgesehen ist eine Evaluierung für einen Zeitraum von 12 Monaten. Der Endbericht soll bis zum 19.11.2024 vorgelegt werden. Im einzureichenden Angebot soll der Bieter das vorgesehene Untersuchungsdesign ausführlich darstellen und beschreiben. Dabei sind die Erhebungs-, Forschungs- und Auswertungsmethoden darzustellen und wissenschaftlich zu begründen. Im Angebot müssen die Projektschwerpunkte herausgearbeitet werden. Es ist darzustellen und zu diskutieren, welche Evaluierungsarbeiten in welcher zeitlichen Reihenfolge durchgeführt werden sollen. Nähere Bestimmungen sind in den Vergabeunterlagen (unter II. Leistungsbeschreibung und III. Anlagen) geregelt.

Gegenstand nach CPV

AuftraggeberAlle Verfahren dieses Auftraggebers

Name
Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
Anschrift
99096 Erfurt
Kontakt
keine Angabe

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 3a0d47a7-7a3c-497c-8f39-db3b2c3c4386.