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Nichtoffener Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit nachfolgendem VgV-Verhandlungsverfahren für den Neubau eines Archivgebäudes für die Arolsen Archives

Auftraggeber nicht angegeben · Bad Arolsen, Hessen

Aktenzeichen VG-0454-2022-2393veröffentlicht 21.11.2023DienstleistungenNichtoffenes Verfahren

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Lose
1
Verfahren
Nichtoffenes VerfahrenVgV, EU-weit
Rahmenvereinbarung
keine Angabe
Einreichung
keine Angabe

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  • Unterlagen frei zugänglichkeine Angabe
  • Elektronische Einreichung verpflichtendkeine Angabe
  • Nebenangebote zugelassenkeine Angabe
  • Mehrere Hauptangebote zugelassenkeine Angabe
  • Laut Auftraggeber für KMU geeignetkeine Angabe
  • Sicherheiten verlangtkeine Angabe
  • Teilnahme vorbehalten (z. B. Werkstätten)keine Angabe
  • E-Rechnung verpflichtendkeine Angabe
  • Vertraulichkeitserklärung verlangtkeine Angabe
  • Elektronische Auktionkeine Angabe
  • Aus EU-Mitteln finanziertnein
  • Wiederkehrender Auftragkeine Angabe

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  1. Veröffentlichung
    vor 36 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

Neubau Archivgebäude für Arolsen Archives UNESCO Welt-Dokumentenerbe, Nichtoffener Realisierungswettbewerb mit nachfolgendem VgV-Verhandlungsverfahren, Generalplaner

Beschreibung des Loses

Die Arolsen Archives, kurz nach Kriegsende als International Tracing Service (ITS) gegründet, sind das internationale Zentrum über NS-Verfolgung mit dem weltweit umfassendsten Archiv zu den Opfern und Überlebenden des Nationalsozialismus. Sie bewahren Originaldokumente über KZ-Häftlinge, Deportationen, Zwangsarbeit sowie Aussagen der Überlebenden auf. Die Sammlung mit Hinweisen zu rund 17,5 Millionen Menschen gehört zum UNESCO-Weltdokumentenerbe. Sie beinhaltet Dokumente zu den verschiedenen Opfergruppen des NS-Regimes und ist eine wichtige Wissensquelle für die heutige Gesellschaft. Ausgehend von dieser einzigartigen Sammlung über NS-Verfolgte, setzen sich die Arolsen Archives für das Gedenken an die Opfer ein und zugleich in der heutigen Gesellschaft für historische Wahrheit sowie Respekt, Vielfalt und Demokratie. Weitere Informationen zum Nutzer: https://arolsen-archives.org/ Das Archivmaterial ist derzeit auf drei Gebäude aufgeteilt, die den technischen und funktionalen Anforderungen an ein Weltdokumentenerbe nicht mehr gerecht werden. Aus diesem Grund ist ein Neubau vorgesehen, der die dauerhafte Erhaltung und Einsichtnahme in das Archivgut ermöglicht und die logistischen Anforderungen erfüllt. Neben der Archivfläche soll der Neubau Büroräume und einen Veranstaltungsraum mit Ausstellungsfläche bieten. Der anerkannte Raumbedarf beträgt etwa 3.000 m² NUF (gemäß DIN 277). Die Freianlagenplanung umfasst die unmittelbar an die Gebäude angrenzenden Bereiche ebenso, wie deren Verzahnung mit den angrenzenden öffentlichen Flächen, insbesondere dem Stadtpark. Die vom Bundesministerium der Finanzen haushaltsmäßig anerkannte Entscheidungsunterlage Bau setzt die Bauwerkskosten (KG 300 und 400 nach DIN 276) in Höhe von 15,5 Mio. EUR (brutto) fest, die als Kosten - und Abrechnungsobergrenze für das Projekt zwingend einzuhalten sind. Die Architektursprache soll der besonderen Nutzung und Bedeutung der Institution gerecht werden. Die Bauaufgabe soll einen Beitrag für zeitgenössische Archivgebäude darstellen und dem folglich die Klimaschutzziele des Bundes zum energieeffizienten (EGB40-Standard) und ressourcenschonenden Bauen (Bewertungssystem nachhaltiges Bauen) umsetzen. Es wird ein nichtoffener einphasiger interdisziplinärer Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren und nachfolgendem Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Die Auftragsvergabe erfolgt im nachgeschalteten Verhandlungsverfahren (§ 14 (4) 8. VgV), an dem die Preisträger beteiligt werden, in Anlehnung an die RPW 2013. Die den Verhandlungen zugrunde zu legenden Zuschlagskriterien werden den Preisträgern rechtzeitig mitgeteilt. Der vergebene Preis im Wettbewerb nach RPW 2013 wird dabei mit 30% berücksichtigt, eine Konkretisierung des Wettbewerbsergebnisses mit 20%. Neben der Vergabe der Objektplanungen Gebäude und Freianlagen gemäß §§ 34/39 HOAI (2021) werden die Fachplanungen Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI (2021) sowie Technische Ausrüstung gemäß § 53 HOAI (2021), Anlagengruppen 1 bis 6 sowie 8 und ein BIM-Gesamtkoordinator im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb (gem. § 4 Abs. 4 Nr. 8 VgV) nach dem interdisziplinären Realisierungswettbewerb vergeben. Die Beauftragung erfolgt als Generalplanungsleistung. Bei dem Realisierungswettbewerb handelt es sich um einen interdisziplinären Wettbewerb hinsichtlich der Fachdisziplinen Architektur und Landschaftsarchitektur. Vorgesehene Leistungsbilder im Verhandlungsverfahren: - Objektplanung Gebäude (LP 2-8 § 34 HOAI), - Objektplanung Freianlagen (LP 2-8 § 39 HOAI), - Fachplanungen Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI - Fachplanungsleistung der Technischen Ausrüstung (ALG 1, Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen; ALG 2, Wärmeversorgungsanlagen; ALG 3, Lufttechnische Anlagen; ALG 8, Gebäudeautomation), gemäß § 53 HOAI (2013) sowie § 55 HOAI (2013) i. V. mit Anlage 15.1: Leistungsphasen 2-8, - Fachplanungsleistung der Technische Ausrüstung (ALG 4, Starkstromanlagen; ALG 5, Fernmelde- und informationstechnische Anlagen und ALG 6, Förderanlagen), gemäß § 53 HOAI (2013) sowie § 55 HOAI (2013) i. V. mit Anlage 15.1: Leistungsphasen 2-8, - BIM-Gesamtkoordination, BIM-Management und BIM-Fachkoordination - Fachplanungsleistung vorbeugender Brandschutz

Das Gebäude soll als Pilotprojekt des Bundes mit BUILDING INFORMATION MODELING (BIM) geplant werden. BIM steht hierbei insbesondere für die objektorientierte Modellierung der Planung, eine Ableitung aller Planunterlagen (Pläne, Schnitte, Ansichten, Listen etc.) von BIM-Modellen und die 3D-Koordination. Es wird fachmodell-basiert in einem open-BIM-Verfahren gearbeitet. Jeder Planende arbeitet in seinem eigenen Fachmodell und stellt dieses in kurzzyklischen Iterationen als IFC-Modell anderen am Projekt Beteiligten über ein Projekt-Kommunikations-Management-System (PKMS) zur Verfügung. Es ist eine*n BIM-Gesamtkoordinator*in zu stellen. Diese*r steuert ganzheitlich die BIM-Umsetzungsstrategie auf Planerseite und koordiniert deren Umsetzung. Er*Sie prüft alle Fachmodelle, sowie das Koordinationsmodell auf Einhaltung der AIA und ist Ansprechpartner/in hinsichtlich sämtlicher BIM bezogenen Themen. Die Eignung des*der BIM-Gesamtkoordinators*in wird im Verhandlungsverfahren geprüft. Das Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) findet bei der Baumaßnahme Anwendung. Hierbei ist der Silberstandard (≥ 65 % Gesamterfüllungsgrad) mit Zertifizierung sicherzustellen. Dies gilt sowohl für das Gebäude (sinngemäße Anwendung der Systemvariante BNB für Bürogebäude / BNB_BN) als auch für die gebäudebezogenen Außenanlagen (Systemvariante für Außenanlagen / BNB_AA). Die beabsichtigten Beauftragungen erfolgen vorbehaltlich der haushaltsrechtlichen Zustimmung der Geldgeber und werden stufenweise abgerufen.

Bedingungen

Zuschlag0 von 1 angegeben

Kriterien
keine Angabe

Eignung0 von 2 angegeben

Kriterien
keine Angabe
Nachreichen von Unterlagen
keine Angabe

Laufzeit und Umfang0 von 5 angegeben

Vertragsbeginn
keine Angabe
Vertragsende
keine Angabe
Verlängerung
keine Angabe
Optionen
keine Angabe
Rahmenvereinbarung
keine Angabe

Angebot und Einreichung0 von 8 angegeben

Elektronische Einreichung
keine Angabe
Einreichung über
keine Angabe
Sprache
keine Angabe
Nebenangebote
keine Angabe
Mehrere Hauptangebote
keine Angabe
Bindefrist
keine Angabe
Angebotsöffnung
keine Angabe
Sicherheiten
keine Angabe

Ausführung1 von 4 angegeben

Vertraulichkeit
keine Angabe
E-Rechnung
keine Angabe
Vorbehaltene Ausführung
keine Angabe
EU-Mittel
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert

Rechtsschutz2 von 3 angegeben

Nachprüfungsstelle
Vergabekammern des Bundes beim Bundeskartellamt, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn
Fristen für Nachprüfungsanträge
Auf die Rügepflichten gemäß § 160 Abs. 3 Satz 1 Nrn. 1 bis 4 GWB wird ausdrücklich hingewiesen, insbesondere auf die Frist des § 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB: Danach ist ein Antrag auf Nachprüfung unzulässig, soweit nach Eingang der Mitteilung der Vergabestelle, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, mehr als 15 Kalendertage vergangen sind.
Beschaffungsübereinkommen (GPA)
keine Angabe

Zusätzliche Informationen1 von 1 angegeben

Hinweis
Datum der Entscheidung des Preisgerichts: 24.10.2023 Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs: 1. Preis RIEHLE KOETH GmbH+Co. KG Schloßstraße 70, 70176 Stuttgart 2. Preis Nieto Sobejano Architectos GmbH Schlesische Straße 26 10997 Berlin 3. Preis AFF Architekten Hauptstraße 13 103 … ganz lesenDatum der Entscheidung des Preisgerichts: 24.10.2023 Namen und Adressen der Gewinner des Wettbewerbs: 1. Preis RIEHLE KOETH GmbH+Co. KG Schloßstraße 70, 70176 Stuttgart 2. Preis Nieto Sobejano Architectos GmbH Schlesische Straße 26 10997 Berlin 3. Preis AFF Architekten Hauptstraße 13 10317 Berlin Anerkennung Max Dudler GmbH Oranienplatz 4 10999 Berlin Höhe der vergebenen Preise ohne MwSt.: 110.084,03 EUR;

Bezeichnungen aus den amtlichen eForms-Codelisten (EU und eForms-DE). Maßgeblich sind die Vergabeunterlagen.

Zuschläge

Zuschläge je Los
Zuschlag anAngebote
Riehle+Assoziierte, Reutlingen15

Auftraggeber

Name
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben vertreten durch die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main-vertreten durch den LBIH NL Nord
Anschrift
Leuschnerstraße 75, 34134 Kassel
Kontakt
info.fbt@lbih.hessen.de

Marktumfeldvon uns ausgewertet

Vergabemeldungen der letzten 24 Monate mit Hauptgegenstand CPV 712 (Dienstleistungen von Architekturbüros) in Hessen. Abgeleitet aus veröffentlichten Bekanntmachungen, keine amtliche Statistik. Zuschlagswerte unter 1.000 € zählen wir als Platzhalter nicht mit.

786vergebene Aufträge
2Angebote je Los im Median (1.337 Lose mit Angabe)
255.095 €Zuschlagswert im Median
145.172 € – 500.000 €mittlere Hälfte, 133 Werte

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 75c2a06a-6fd0-4a19-8413-33877d1ee167.