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Lasersystem zur Kühlung von Li-Quantengasen

Rheinland-Pfälzische Technische Universität Kaiserslautern-Landau · Kaiserslautern, Rheinland-Pfalz

Aktenzeichen 2025-RPTU-2413veröffentlicht 20.08.2025LieferleistungenVerhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

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Auf einen Blick

Art des Auftrags
Lieferleistungen
Geschätzter Wert
keine Angabe
Laufzeit
7 Monate
Lose
1
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum WettbewerbVgV, EU-weit
Rahmenvereinbarung
nein
Ort der Leistung
Kaiserslautern67663, Rheinland-Pfalz
Einreichung
keine Angabe

Schnellprüfung für Bieter

  • Unterlagen frei zugänglichkeine Angabe
  • Elektronische Einreichung verpflichtendkeine Angabe
  • Nebenangebote zugelassenkeine Angabe
  • Mehrere Hauptangebote zugelassenkeine Angabe
  • Laut Auftraggeber für KMU geeignetkeine Angabe
  • Sicherheiten verlangtkeine Angabe
  • Teilnahme vorbehalten (z. B. Werkstätten)keine Angabe
  • E-Rechnung verpflichtendkeine Angabe
  • Vertraulichkeitserklärung verlangtkeine Angabe
  • Elektronische Auktionnein
  • Aus EU-Mitteln finanziertnein
  • Wiederkehrender Auftragkeine Angabe

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Fristen und TermineStand 07.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 15 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

Kauf eines Lasersystems zur Kühlung von Li-Quantengasen inkl. Lieferung, Installation und Einweisung

Das Diodenlasersystem dient der Erzeugung, Manipulation und Abbildung eines Lithium-Quantengases. Es ermöglicht die Durchführung komplexer Experimente zur Laserkühlung (Zeeman-Slower und 3D-MOT), Zustandspräparation sowie optischen Fangen von Atomen in (Kreuz-) Dipolfallen.

Beschreibung des Loses

Zur Durchführung der geplanten Forschungsvorhaben werden vier Diodenlaser mit einer Wellenlänge von 671?nm, welche auf die selektive Manipulation der atomaren Zustände in Lithium-6 abgestimmt ist, benötigt. Um eine größtmögliche Stabilität des Systems und die Möglichkeit zur Messdatenaufnahme über mehrere Tage zu gewährleisten, muss das System größtenteils automatisiert seine wichtigsten Parameter nachregeln bzw. Regelpunkte bei unterbrochener Regelschleife eigenständig wieder finden und eine Regelung wieder in Betrieb nehmen können.

Um im Experiment ausreichende Kontrolle über die Atome zu erreichen, ist ein stabiles Lasersystem vonnöten, das auf die Eigenschaften der hier verwendeten Atome maßgeschneidert ist. Das System soll rackbasiert, fasergekoppelt, hochstabil und automatisiert betrieben werden können. Ziel ist ein zuverlässig automatisierter 24/7-Betrieb, um hochempfindliche, wiederholte Messungen an zerstörbaren Quantenzuständen ohne ständige manuelle Eingriffe durchführen zu können. Dies erfordert unterbrechungsfrei höchste Stabilität und Präzision über bis zu 40 Stunden. Auf Grund der beschränkten räumlichen Gegebenheiten ist ein Aufstellen der Diodenlaser und Verstärker auf optischen Tischen nicht möglich, diese müssen mitsamt Controllern ausgelagert werden in einen Rackaufbau. Die benötigte Racklösung muss zudem eine aktive Kühlung ermöglichen, da andere Konzepte (z.?B. passive Luftkühlung) thermische Drifts und damit Instabilitäten verursachen würden. Zur Erzeugung der Quantengase müssen Laserstrahlen zur Dopplerkühlung, Rückpumpen und Zustandspräparation von Lithium in viele Teilstrahlen aufgespalten werden. Dies bedingt hohe optische Leistungen (bis 3?W) und eine Strahlführung über polarisationserhaltende Fasern. Vier der Diodenlaser müssen daher mit Tapered Amplifiern verstärkt werden. Benötigt werden drei Laser zur Laserkühlung sowie ein Abbildungslaser.

Lasermodulübersicht: - Ein Diodenlaser für den Zeeman-Slower (Abkühlung des atomaren Strahls vor dem Einfang in der MOT), fasergekoppelt, frequenzstabilisiert - Zwei Diodenlaser für die Magneto-Optische Falle (MOT): o ein "Cooler"-Laser zur Realisierung des eigentlichen Kühlübergangs o ein "Repumper"-Laser zur Rückführung der Atome in den kühlbaren Zustand Beide Laser müssen frequenzstabilisiert, polarisationserhaltend fasergekoppelt und in ihrer Ausgangsleistung so ausgelegt sein, dass eine Aufspaltung in sechs MOT-Strahlen mit ausreichender Intensität gewährleistet werden kann. - Ein Diodenlaser für die resonante Absorptionsabbildung (bildgebender Übergang, schaltet synchron mit der Bildaufnahme), fasergekoppelt, mit präziser Modulationsfähigkeit

Das komplette Lasersystem muss in einem 19"-Laserrack untergebracht sein. Die räumliche Situation im Labor erlaubt keinen optischen Aufbau der Lasermodule auf optischen Tischen. Ein kompakter Rackaufbau ermöglicht zudem eine standardisierte, wartungsarme Integration in bestehende Infrastruktur. Zudem muss die rackintegrierte Lösung eine thermisch kontrollierte, mechanisch stabile Umgebung sicherstellen werden, die für Frequenzstabilität und Reproduzierbarkeit der Messungen zwingend erforderlich ist.

Das Lasersystem muss über automatische Lockfunktionen verfügen, denn die Messdauer am Experiment für einzelne Messerien kann bis zu 40 Stunden betragen. Dies erfordert höchste Stabilität und Präzision und ohne automatisierte Nachregelung ist die Stabilität der Laserfrequenzen und Strahlqualität nicht gewährleistet, was zu einem Abbruch oder zur Unbrauchbarkeit ganzer Messreihen führen würde. Die zuverlässige Frequenzstabilisierung des Lasersystems ist somit essenziell für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.

Die nach der Faser verfügbare Leistung muss mindestens 200?mW für MOT-Laser und >100?mW für Abbildungs- und Zeemanslower-Laser betragen. Außerdem müssen alle Laser polarisationserhaltend fasergekoppelt ausgeführt sein, denn die optischen Elemente zur Erzeugung der Magneto-Optischen Falle (MOT), für das Imaging sowie der Zeemanslower sind räumlich getrennt angeordnet, deswegen ist eine verlustarme Strahlführung über Fasern notwendig. Nur fasergekoppelte Systeme mit ausreichender Leistung garantieren eine stabile, reproduzierbare Bestrahlung der Atome an definierten Positionen im Vakuumapparat. Auch die Polarisationsstabilität ist dabei essenziell, da ein Polarisationsdrift zu einem Ausfall der MOT-Funktion oder zu schwächeren Signal in der Abbildung führt.

Gegenstand nach CPV

Bedingungen

Zuschlag1 von 1 angegeben

Preis
Gewichtung (Punkte, genau) 100

Eignung0 von 2 angegeben

Kriterien
keine Angabe
Nachreichen von Unterlagen
keine Angabe

Laufzeit und Umfang2 von 6 angegeben

Vertragsbeginn
keine Angabe
Vertragsende
keine Angabe
Dauer
7 Monate
Verlängerung
keine Angabe
Optionen
keine Angabe
Rahmenvereinbarung
nein

Angebot und Einreichung0 von 8 angegeben

Elektronische Einreichung
keine Angabe
Einreichung über
keine Angabe
Sprache
keine Angabe
Nebenangebote
keine Angabe
Mehrere Hauptangebote
keine Angabe
Bindefrist
keine Angabe
Angebotsöffnung
keine Angabe
Sicherheiten
keine Angabe

Ausführung1 von 4 angegeben

Vertraulichkeit
keine Angabe
E-Rechnung
keine Angabe
Vorbehaltene Ausführung
keine Angabe
EU-Mittel
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert

Rechtsschutz3 von 3 angegeben

Nachprüfungsstelle
Vergabekammer Rheinland-Pfalz beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Stiftsstraße 9, 55116 Mainz
Fristen für Nachprüfungsanträge
§ 135 GWB
Beschaffungsübereinkommen (GPA)
fällt darunter

Zusätzliche Informationen1 von 1 angegeben

Hinweis
Bekanntmachungs-ID: CXTGYYDYTFKJU2PR

Bezeichnungen aus den amtlichen eForms-Codelisten (EU und eForms-DE). Maßgeblich sind die Vergabeunterlagen.

Zuschläge

Zuschläge je Los
Zuschlag anAngebote
Toptica Photonics SE, Gräfelfing1

AuftraggeberZur Seite der Vergabestelle

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Marktumfeldvon uns ausgewertet

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15vergebene Aufträge
–Angebotszahl bei nur 4 Losen angegeben
–Zuschlagswert bei nur 2 Meldungen plausibel angegeben

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Häufige Zuschlagsempfänger

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 03.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 1df0a13b-a713-4847-800a-d95e9ed96281.