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Laser-Mikrodissektions-System

Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. · Dortmund, Nordrhein-Westfalen

Aktenzeichen V/E701/24veröffentlicht 10.12.2024LieferleistungenVerhandlungsverfahren ohne Aufruf zum Wettbewerb

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Art des Auftrags
Lieferleistungen
Geschätzter Wert
340 Tsd. €
Laufzeit
keine Angabe
Lose
1
Verfahren
Verhandlungsverfahren ohne Aufruf zum WettbewerbVgV, EU-weit
Rahmenvereinbarung
nein
Ort der Leistung
Dortmund44139, Nordrhein-Westfalen
Einreichung
keine Angabe

Schnellprüfung für Bieter

  • Unterlagen frei zugänglichkeine Angabe
  • Elektronische Einreichung verpflichtendkeine Angabe
  • Nebenangebote zugelassenkeine Angabe
  • Mehrere Hauptangebote zugelassenkeine Angabe
  • Laut Auftraggeber für KMU geeignetkeine Angabe
  • Sicherheiten verlangtkeine Angabe
  • Teilnahme vorbehalten (z. B. Werkstätten)keine Angabe
  • E-Rechnung verpflichtendkeine Angabe
  • Vertraulichkeitserklärung verlangtkeine Angabe
  • Elektronische Auktionnein
  • Aus EU-Mitteln finanziertnein
  • Wiederkehrender Auftragkeine Angabe

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Fristen und TermineStand 06.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 23 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

Das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. beabsichtigt die Beschaffung eines Laser Mikrodissektions Systems, welches zur Optimierung von MS-basierten Messtrategien für LMD-isolierte Gewebeproben benötigt wird, zur Isolation von Zellarealen aus Nieren- und Herzgewebe, zur Kontrolle von MALDI MSI Analysen sowie zur simultanen Isolation von einzelnen Neutrophilen Gra-nulozyten, B-Zellen aus Weichgeweben (z.B. Herz, Darm, Gehirn) und Makrophagen und Blutgefä-ßen aus Knochen und Herzgewebe.

Beschreibung des Loses

Im Vordergrund der Beschaffung steht aufgrund der o.g. Verwendungszwecke die hohe Leistungs-fähigkeit des Systems bezüglich seiner Präzision und einer hoch-Durchsatz Anwendung (automati-sierte Isolation einzelner Zellen) sowie die hohe Anwendungsbreite des Systems (Isolationen aus verschiedenen Gewebetypen und Zellkulturansätzen) insbesondere im Kontext von Fluoreszenz-markierten Proben. Einer der technischen Schwerpunkte des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. liegt auf der Entwicklung und Anwendung fluoreszenzmikroskopischer Verfahren. Während Flu-oreszenzmikroskopische Verfahren die simultane Lokalisation multipler Zelltypen in Geweben und insbesondere die multiple Analyse intrazellulärer Strukturen ermöglichen, ist dies mit klassischer Durchlichtmikroskopie nur schwer möglich. Folglich werden am ISAS Gewebeproben und Zellkultur-ansätze nahezu ausschließlich unter Anwendung von Fluoreszenz-basierten Färbestrategien analy-siert. Dementsprechend ist zusätzlich zum klassischen Durchlichtmodus das live-Schneiden von Gewebestrukturen und einzelnen Zellen im Fluoreszenzmodus eine essenzielle Geräteanforderung, um eine präzise Isolation der Zielstrukturen gewährleisten zu können. Insbesondere aus der Anforderung der Analyse von Einzelzellen und intrazellulären Strukturen ergibt sich die Notwendigkeit, von möglichst hochauflösenden Laser Mikrodissektions-Trocken-Objektiven (bis zu 150x) für die möglichst präzise Isolation einzelner Zellen dieser Zielstrukturen, eine Pulse-nergie von mindestens 100µJ und einer Pulswiederholrate von mindestens 20-5000Hz zur Zeiter-sparnis und Probenschonung bei der Dissektion. Zudem muss eine hohe Probenschonung durch einen motorisierten Beleuchtungs-Manager im Durchlicht- und Fluoreszenzmodus und durch Steuerung der Fluoreszenz-Intensitäten gewährleis-tet sein, um lichtinduzierte Bleichungseffekte (Photobleaching) zu vermeiden. Diese zerstören Fluoreszenzsignale und machen somit eine präzise Lokalisation und Isolation fluoreszent markierter Zielzellen oder Zielstrukturen unmöglich. Weiterhin soll für die Untersuchungen eine möglichst hohe Präzision des Lasermoduls für exakte Schnittführung, individuelle Anpassung der Schnittgeschwindigkeit an die Probenanforderungen (z.B. Größe und Dicke der Probe) und eine hohe Präzision des Scanning-Tisches für genaue Proben-Repositionierungen bei hoch-Durchsatz Isolationen sichergestellt sein. Eine effiziente Strukturlokalisation bei hoch-Durchsatz Isolationen setzt einen Übersichtsmodus mit Zoom-Funktion voraus, ebenso wie eine automatisierte Zellerkennung (AVC). Da im Anschluss an die Laser Mikrodissektion hochpräzise Analysemethoden wie die Massenspekt-rometrie erfolgen sollen - ein weiterer technischer Schwerpunkt des ISAS - sollen die hohen Anfor-derungen an die Probenqualität durch eine möglichst schonende und Kontaminationsfreie Samm-lung der isolierten Strukturen (über Schwerkraft) gewährleistet werden. Die Massenspektrometrischen Analysen unvoreingenommener (unfixierter) Gewebeproben erfor-dern einen unmittelbaren Transfer in Protease-Inhibitoren (PI)-haltige Lysepuffer, der die Proteine vor Proteolyse schützt. Würde das Dissektat NICHT in PI-haltigen Lysepuffer unmittelbar aufge-nommen werden, könnten die im Gewebe präsenten Proteasen das Proteom verändern und die Charakterisierung des Proteoms wäre nicht mehr repräsentativ. Diese Strategie zur Probenaufbe-reitung ist am ISAS langjährig etabliert und essenziell, um die Probenidentität sowie die Reprodu-zierbarkeit der bisher erzielten Forschungsergebnisse zu gewährleisten. Dementsprechend ist ein aufrechter Mikroskopaufbau mit aufrechter Probenhalterung, die das Vorlegen des Lysepuffers in den Auffangbehältern ermöglicht, essenziell. Neben Gewebeschnitten erfolgen am ISAS auch Analysen von Zellkultur-Ansätzen. Dementspre-chend ist die Kompatibilität des Laser Mikrodissektion Systems mit Probenhaltern und Probengefä-ßen (z.B. Petrischalen und Lochboden-Membran-Objektträgern) zur Selektion von kultiviert adhä-renten Zellen essenziell. Am ISAS werden primär Hochdurchsatzanalysen sowie Vergleiche verschiedener Zellen oder Gewe-beareale aus derselben Probe durchgeführt. Zur Gewährleistung eines zeitsparenden, effizienten Arbeitsprozesses sind multiple Auffangbehälter wie beispielsweise Reaktionsgefäß-Streifen (tube strips) oder Lochbodenplatten essenziell. Insbesondere der Einsatz von 384-Loch-Mikrotiterplatten sind für die Arbeitsprozesse am ISAS relevant. Folglich stellt die Kompatibilität des Systems mit 384-Loch-Mikrotiterplatten ein zentrale Geräteanforderung dar. Da im Kontext der geplanten Hochdurchsatz-Isolationen ein großer Verbrauch an Reaktionsgefäßen zu erwarten ist, sollen diese Folgekosten durch eine kosteneffiziente Probengenerierung basierend auf der Gerätekompatibilität mit Standard-Reaktionsgefäßen (z.B. PCR-Tubes, 96- oder 384- Loch-Mikrotiterplatten) möglichst reduziert werden. Darüber hinaus ist eine Kompatibilität mit in-Haus Geräten hinsichtlich der Nachnutzung bestehen-der Systeme und Erweiterung der jeweiligen Gerätespezifikationen wünschenswert (z.B. Objektive und Fluoreszenzfilter, die zwischen den Geräten getauscht werden können).

Bedingungen

Zuschlag0 von 0 angegeben

Preis100 %

Eignung0 von 2 angegeben

Kriterien
keine Angabe
Nachreichen von Unterlagen
keine Angabe

Laufzeit und Umfang1 von 5 angegeben

Vertragsbeginn
keine Angabe
Vertragsende
keine Angabe
Verlängerung
keine Angabe
Optionen
keine Angabe
Rahmenvereinbarung
nein

Angebot und Einreichung0 von 8 angegeben

Elektronische Einreichung
keine Angabe
Einreichung über
keine Angabe
Sprache
keine Angabe
Nebenangebote
keine Angabe
Mehrere Hauptangebote
keine Angabe
Bindefrist
keine Angabe
Angebotsöffnung
keine Angabe
Sicherheiten
keine Angabe

Ausführung1 von 4 angegeben

Vertraulichkeit
keine Angabe
E-Rechnung
keine Angabe
Vorbehaltene Ausführung
keine Angabe
EU-Mittel
Auftragsvergabeprojekt nicht aus EU-Mitteln finanziert

Rechtsschutz3 von 3 angegeben

Nachprüfungsstelle
Vergabekammer Westfalen, Albrecht-Thaer-Straße 9, 48147 Münster
Fristen für Nachprüfungsanträge
§ 160 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) Einleitung, Antrag (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § … ganz lesen§ 160 GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) Einleitung, Antrag (1) Die Vergabekammer leitet ein Nachprüfungsverfahren nur auf Antrag ein. (2) Antragsbefugt ist jedes Unternehmen, das ein Interesse an dem öffentlichen Auftrag oder der Konzession hat und eine Verletzung in seinen Rechten nach § 97 Absatz 6 durch Nichtbeachtung von Vergabevorschriften geltend macht. Dabei ist darzulegen, dass dem Unternehmen durch die behauptete Verletzung der Vergabevorschriften ein Schaden entstanden ist oder zu entstehen droht. (3) Der Antrag ist unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.
Beschaffungsübereinkommen (GPA)
fällt nicht darunter

Zusätzliche Informationen1 von 1 angegeben

Hinweis
Bekanntmachungs-ID: CXS0Y6KYTY9NW825 Die Ausschreibung erfolgte im Wege eines Verhandlungsverfahrens ohne Teilnahmewettbewerb gem. § 14 Abs. 4 Nr. 2 Buchstaben b und c VgV.

Bezeichnungen aus den amtlichen eForms-Codelisten (EU und eForms-DE). Maßgeblich sind die Vergabeunterlagen.

Zuschläge

Zuschläge je Los
Zuschlag anAngebote
Leica Microsysteme Vertrieb GmbH, Wetzlar1

AuftraggeberZur Seite der Vergabestelle

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306vergebene Aufträge
2Angebote je Los im Median (353 Lose mit Angabe)
374.634 €Zuschlagswert im Median
1.000 € – 657.843 €mittlere Hälfte, 63 Werte

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Häufige Zuschlagsempfänger

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 9cce5f2a-7f13-4deb-b322-887cad9ac95a.