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Laser-Mikrodissektion-System

Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. · Dortmund, Nordrhein-Westfalen

Aktenzeichen V/E701/24veröffentlicht 26.11.2024Lieferleistungen

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Art des Auftrags
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340 Tsd. €
Laufzeit
keine Angabe
Lose
1
Verfahren
keine Angabe
Rahmenvereinbarung
nein
Ort der Leistung
Dortmund44139, Nordrhein-Westfalen
Einreichung
evergabe.nrw.deArt der Einreichung nicht angegeben

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  • Unterlagen frei zugänglichja
  • Elektronische Einreichung verpflichtendkeine Angabe
  • Nebenangebote zugelassenkeine Angabe
  • Mehrere Hauptangebote zugelassenkeine Angabe
  • Laut Auftraggeber für KMU geeignetnein
  • Sicherheiten verlangtkeine Angabe
  • Teilnahme vorbehalten (z. B. Werkstätten)keine Angabe
  • E-Rechnung verpflichtendkeine Angabe
  • Vertraulichkeitserklärung verlangtkeine Angabe
  • Elektronische Auktionkeine Angabe
  • Aus EU-Mitteln finanziertkeine Angabe
  • Wiederkehrender Auftragkeine Angabe

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Fristen und TermineStand 08.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 23 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

Leica LMD7 Laser Mikrodissektionssystem

Beschreibung des Loses

Das Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. beabsichtigt die Beschaffung eines Laser Mikrodissektions Systems "Leica LMD7", welches zur Optimierung von MS-basierten Messtrategien für LMD-isolierte Gewebeproben benötigt wird, zur Isolation von Zellarealen aus Nieren- und Herzgewebe, zur Kontrolle von MALDI MSI Analysen sowie zur simultanen Isolation von einzelnen Neutrophilen Granulozyten, B-Zellen aus Weichgeweben (z.B. Herz, Darm, Gehirn) und Makrophagen und Blutgefäßen aus Knochen und Herzgewebe. Im Vordergrund der Beschaffung steht aufgrund der o.g. Verwendungszwecke die hohe Leistungsfähigkeit des Systems bezüglich seiner Präzision und einer hoch-Durchsatz Anwendung (automati-sierte Isolation einzelner Zellen) sowie die hohe Anwendungsbreite des Systems (Isolationen aus verschiedenen Gewebetypen und Zellkulturansätzen) insbesondere im Kontext von Fluoreszenz-markierten Proben. Einer der technischen Schwerpunkte des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften - ISAS - e.V. liegt auf der Entwicklung und Anwendung fluoreszenzmikroskopischer Verfahren. Während Fluoreszenzmikroskopische Verfahren die simultane Lokalisation multipler Zelltypen in Geweben und insbesondere die multiple Analyse intrazellulärer Strukturen ermöglichen, ist dies mit klassischer Durchlichtmikroskopie nur schwer möglich. Folglich werden am ISAS Gewebeproben und Zellkulturansätze nahezu ausschließlich unter Anwendung von Fluoreszenzbasierten Färbestrategien analysiert. Dementsprechend ist zusätzlich zum klassischen Durchlichtmodus das live-Schneiden von Gewebestrukturen und einzelnen Zellen im Fluoreszenzmodus eine essenzielle Geräteanforderung, um eine präzise Isolation der Zielstrukturen gewährleisten zu können. Insbesondere aus der Anforderung der Analyse von Einzelzellen und intrazellulären Strukturen ergibt sich die Notwendigkeit, von möglichst hochauflösenden Laser Mikrodissektions-Trocken-Objektiven (bis zu 150x) für die möglichst präzise Isolation einzelner Zellen dieser Zielstrukturen, eine Pulsenergie von mindestens 100µJ und einer Pulswiederholrate von mindestens 20-5000Hz zur Zeitersparnis und Probenschonung bei der Dissektion. Zudem muss eine hohe Probenschonung durch einen motorisierten Beleuchtungs-Manager im Durchlicht- und Fluoreszenzmodus und durch Steuerung der Fluoreszenz-Intensitäten gewährleistet sein, um lichtinduzierte Bleichungseffekte (Photobleaching) zu vermeiden. Diese zerstören Fluoreszenzsignale und machen somit eine präzise Lokalisation und Isolation fluoreszent markierter Zielzellen oder Zielstrukturen unmöglich. Weiterhin muss für die Untersuchungen eine möglichst hohe Präzision des Lasermoduls für exakte Schnittführung, individuelle Anpassung der Schnittgeschwindigkeit an die Probenanforderungen (z.B. Größe und Dicke der Probe) und eine hohe Präzision des Scanning-Tisches für genaue Proben-Repositionierungen bei hoch-Durchsatz Isolationen sichergestellt sein. Eine effiziente Strukturlokalisation bei hoch-Durchsatz Isolationen setzt einen Übersichtsmodus mit Zoom-Funktion voraus, ebenso wie eine automatisierte Zellerkennung (AVC). Da im Anschluss an die Laser Mikrodissektion hochpräzise Analysemethoden wie die Massenspektrometrie erfolgen sollen - ein weiterer technischer Schwerpunkt des ISAS - müssen die hohen Anforderungen an die Probenqualität durch eine möglichst schonende und Kontaminationsfreie Sammlung der isolierten Strukturen (über Schwerkraft) gewährleistet werden. Die Massenspektrometrischen Analysen unvoreingenommener (unfixierter) Gewebeproben erfordern einen unmittelbaren Transfer in Protease-Inhibitoren (PI)-haltige Lysepuffer, der die Proteine vor Proteolyse schützt. Würde das Dissektat NICHT in PI-haltigen Lysepuffer unmittelbar aufgenommen werden, könnten die im Gewebe präsenten Proteasen das Proteom verändern und die Charakterisierung des Proteoms wäre nicht mehr repräsentativ. Diese Strategie zur Probenaufbereitung ist am ISAS langjährig etabliert und essenziell, um die Probenidentität sowie die Reproduzierbarkeit der bisher erzielten Forschungsergebnisse zu gewährleisten. Dementsprechend ist ein aufrechter Mikroskopaufbau mit aufrechter Probenhalterung, die das Vorlegen des Lysepuffers in den Auffangbehältern ermöglicht, essenziell. Neben Gewebeschnitten erfolgen am ISAS auch Analysen von Zellkultur-Ansätzen. Dementsprechend ist die Kompatibilität des Laser Mikrodissektion Systems mit Probenhaltern und Probengefä-ßen (z.B. Petrischalen und Lochboden-Membran-Objektträgern) zur Selektion von kultiviert adhärenten Zellen essenziell. Am ISAS werden primär Hochdurchsatzanalysen sowie Vergleiche verschiedener Zellen oder Gewebeareale aus derselben Probe durchgeführt. Zur Gewährleistung eines zeitsparenden, effizienten Arbeitsprozesses sind multiple Auffangbehälter wie beispielsweise Reaktionsgefäß-Streifen (tube strips) oder Lochbodenplatten essenziell. Insbesondere der Einsatz von 384-Loch-Mikrotiterplatten sind für die Arbeitsprozesse am ISAS relevant. Folglich stellt die Kompatibilität des Systems mit 384-Loch-Mikrotiterplatten ein zentrale Geräteanforderung dar. Da im Kontext der geplanten Hochdurchsatz-Isolationen ein großer Verbrauch an Reaktionsgefäßen zu erwarten ist, sollen diese Folgekosten durch eine kosteneffiziente Probengenerierung basierend auf der Gerätekompatibilität mit Standard-Reaktionsgefäßen (z.B. PCR-Tubes, 96- oder 384- Loch-Mikrotiterplatten) möglichst reduziert werden. Darüber hinaus ist eine Kompatibilität mit in-Haus Geräten hinsichtlich der Nachnutzung bestehen-der Systeme und Erweiterung der jeweiligen Gerätespezifikationen wünschenswert (z.B. Objektive und Fluoreszenzfilter, die zwischen den Geräten getauscht werden können).

Bedingungen

Zuschlag0 von 1 angegeben

Kriterien
keine Angabe

Eignung0 von 2 angegeben

Kriterien
keine Angabe
Nachreichen von Unterlagen
keine Angabe

Laufzeit und Umfang1 von 5 angegeben

Vertragsbeginn
keine Angabe
Vertragsende
keine Angabe
Verlängerung
keine Angabe
Optionen
keine Angabe
Rahmenvereinbarung
nein

Angebot und Einreichung0 von 8 angegeben

Elektronische Einreichung
keine Angabe
Einreichung über
keine Angabe
Sprache
keine Angabe
Nebenangebote
keine Angabe
Mehrere Hauptangebote
keine Angabe
Bindefrist
keine Angabe
Angebotsöffnung
keine Angabe
Sicherheiten
keine Angabe

Ausführung0 von 4 angegeben

Vertraulichkeit
keine Angabe
E-Rechnung
keine Angabe
Vorbehaltene Ausführung
keine Angabe
EU-Mittel
keine Angabe

Rechtsschutz2 von 2 angegeben

Nachprüfungsstelle
Vergabekammer Westfalen, c/o Bezirksregierung Münster, Zum Domplatz 1-3, 48147 Münster
Beschaffungsübereinkommen (GPA)
fällt darunter

Zusätzliche Informationen1 von 1 angegeben

Hinweis
Bekanntmachungs-ID: CXPNYM2DG1F Bei dieser Vorinformation handelt es sich um eine Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung nach § 135 Absatz 3 GWB. Mit dieser Bekanntmachung sollen freiwillige Vorabangaben im Sinne der Transparenz beigebracht werden, wie sie in Artikel 2d Absatz 4 der Richtli … ganz lesenBekanntmachungs-ID: CXPNYM2DG1F Bei dieser Vorinformation handelt es sich um eine Freiwillige Ex-ante-Transparenzbekanntmachung nach § 135 Absatz 3 GWB. Mit dieser Bekanntmachung sollen freiwillige Vorabangaben im Sinne der Transparenz beigebracht werden, wie sie in Artikel 2d Absatz 4 der Richtlinien 89/665/EWG und 92/13/EWG über Nachprüfungsverfahren und Artikel 60 Absatz 4 der Richtlinie 2009/81/EG vorgesehen sind. Die Bekanntmachung erfolgt unter Bezugnahme auf die Richtlinie 2014/24/EU. Es ist beabsichtigt, den Auftrag an den folgenden Wirtschaftsteilnehmer zu vergeben: Leica Microsysteme Vertrieb GmbH Ernst-Leitz-Strasse 17-37 35578 Wetzlar Deutschland Der Gesamtwert der Beschaffung beträgt rund 340.000 Euro netto. Verfahrensart ist das Verhandlungsverfahren ohne vorherige Bekanntmachung (gemäß Artikel 32 der Richtlinie 2014/24/EU). Begründung der Auftragsvergabe ohne vorherige Bekanntmachung eines Aufrufs zum Wettbewerb im Amtsblatt der Europäischen Union (ABl. S). Die Lieferungen können aus folgenden Gründen nur von einem bestimmten Wirtschaftsteilnehmer ausgeführt werden: nicht vorhandener Wettbewerb aus technischen Gründen. 1. Identität der Messergebnisse Grundlage Beschaffungsentscheidung ist die Notwendigkeit, die wissenschaftliche Vergleichbarkeit unserer Messergebnisse in absoluter Identität zu gewährleisten. Unser derzeit genutztes Laser-Mikrodissektionssystem hat über Jahre hinweg Daten erzeugt, die für unsere Forschung von erheblicher Aussagekraft und in ihrer methodischen Konsistenz unersetzlich sind. Jede auch nur geringfügige technische Abweichung könnte das Ergebnisverhalten beeinflussen, was nachteilige Konsequenzen für die Validität und langfristige Aussagekraft unserer bisherigen und zukünftigen Daten hätte. Selbst "nahezu gleichwertige" Geräte vermögen unter Umständen nicht die identischen Messparameter zu liefern, die für unsere Arbeit unabdingbar sind. Die Notwendigkeit der identischen Methodenanwendung beschränkt sich dabei nicht nur auf offensichtliche, sichtbare Systemmerkmale; auch kleinste, auf den ersten Blick unauffällige Abweichungen in der Funktionsweise könnten signifikante Auswirkungen auf die Messergebnisse haben und sich negativ auf die Vergleichbarkeit der Daten auswirken. Die Folgen solcher Unterschiede könnten sich erst nach dem Einsatz in der praktischen Anwendung zeigen, sodass das Risiko einer nachträglichen Inkompatibilität zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschätzbar ist und für uns mithin untragbar ist. Gerade im Hinblick auf den hohen Stellenwert unserer bestehenden Messergebnisse und die damit verbundene Verantwortung gegenüber unseren Forschungspartnern und Zuwendungsgebern müssen wir sicherstellen, dass die Methodenkontinuität durch das neue System absolut gewährleistet ist. Die Vergleichbarkeit der Daten über unterschiedliche Systemgenerationen hinweg ist hier das oberste Gebot. Das potenzielle Risiko, das durch die Anschaffung eines "nahezu gleichwertigen" Systems entstehen würde, können und dürfen wir nicht in Kauf nehmen. Ein wissenschaftliches Umfeld, das derartige Präzision und Vergleichbarkeit voraussetzt, erlaubt in unserem Fall keine Experimentierfreudigkeit hinsichtlich alternativer Geräte. 2. Kontaminationsfreie Dissektat-Sammlung Der Aspekt der Kontaminationsfreiheit während des Prozesses der Dissektat-Sammlung ist für die hochpräzisen MS- Analysen, die im Anschluss an die LMD-Isolation erfolgen essenziell. Kontaminationen durch Zielstrukturfremde Proteine würden die Proben für unsere Forschungszwecke unbrauchbar machen. 3. Schonende Dissektat-Sammlung und Weiterprozessierung Die Schonung der Proben während der Dissektatsammlung ist für die anschließenden MS-Analysen von essentieller Bedeutung. Sowohl mechanische Beschädigungen der Gewebeproben beim Dissektat-Sammelprozess selbst als auch die Aufbewahrungsart der gesammelten Dissketate spielen eine zentrale Rolle 4. Verfügbarkeit möglichst hochauflösender Laser Mikrodissektions-Troc …

Bezeichnungen aus den amtlichen eForms-Codelisten (EU und eForms-DE). Maßgeblich sind die Vergabeunterlagen.

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