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Forschungsprojekt - DZSF - Teleoperation als Ergänzung für den automatisierten Bahnbetrieb (ATO): Rahmenbedingungen und menschzentrierte Gestaltung

Eisenbahn-Bundesamt · Bonn, Nordrhein-Westfalen

Aktenzeichen 111vb/006-0099#019veröffentlicht 10.02.2023DienstleistungenOffenes Verfahren

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Art des Auftrags
Dienstleistungen
Geschätzter Wert
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Laufzeit
keine Angabe
Lose
1
Verfahren
Offenes VerfahrenEU-weit
Rahmenvereinbarung
keine Angabe
Ort der Leistung
Bonn53175, Nordrhein-Westfalen
Einreichung
keine Angabe
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Fristen und TermineStand 08.11.2026

  1. Veröffentlichung
    vor 45 Monaten
  2. Heute

Beschreibung

So unklar der Pfad zur Einführung von ATO im Vollbahnbereich derzeit im Einzelnen noch sein mag, scheint doch sicher, dass automatisierte Systeme in Zügen die Aufgaben des Menschen nur schrittweise übernehmen werden. Dass der Beruf der Triebfahrzeugführenden (Tf) dadurch Aufgaben und Verantwortungsbereiche verliert, ist im Hinblick auf die „Human Factors“, also die psychischen, kognitiven und sozialen Einflussfaktoren in sozio-technischen Systemen, problematisch. Das Berufsbild der Tf wird sich wandeln. Die Frage ist nicht, ob Aufgaben wegfallen, sondern wie die neue Arbeit gestaltet werden kann. Ein Ansatz hier für kann die Teleoperation („remote train operation“) sein. Sie wird in europäischen ATO-Konzepten, wie z. B. für die Betuwe-Route, vorgesehen, um die Technik zu ergänzen und Probleme in Ausnahmesituation zu beheben. Einen regulativen Ansatz hierfür beschreibt die aktuelle StVG-Novelle zum automatisierten Fahren. Innerhalb eines festgelegten Betriebsbereichs muss das Fahrzeug nicht permanent vom Menschen überwacht werden. Bei Problemen versetzt sich das Fahrzeug in einen risikominimalen Zustand; eine technische Aufsicht gibt dann per Teleoperation die Manöver vor. Für die Umsetzung eines derartigen Konzepts fehlen im Bereich der Vollbahnen aktuell die technischen Rahmenbedingungen. Das Schienennetz ist nicht ausreichend mit einem leistungsfähigen Kommunikationssystem abgedeckt, weshalb eine durchgängige Verbindung der Tele-Tf zum Zug nicht gewährleistet ist. Außerdem sind zur flächendeckenden Einführung die ATO-Funktionalitäten teilweise noch nicht zuverlässig genug. Daher muss das System noch ständig vom Menschen überwacht werden. Mittelfristig sind aber andere Szenarien ohne dauerhafte menschliche Überwachung vorstellbar. Die technische Umsetzung der Teleoperation ist darum bereits Gegenstand verschiedener Forschungsprojekte. Was bisher nur in ersten Ansätzen besteht, sind betriebliche Szenarien für die Teleoperation sowie ein Konzept für das Berufsbild der Tele-Tf, das insbesondere menschliche und organisatorische Faktoren sowie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen des Arbeitsmarktes mit einbezieht. Das Projekt zielt darauf, ein validiertes Konzept für ein neues Berufsbild eines teleoperierenden Triebfahrzeugführenden (Tele-Tf) zu entwickeln, welches in den zukünftigen automatisierten Bahnbetrieb integriert werden kann. Ausgehend von bestehenden wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Teleoperation sollen für bestimmte betriebliche Szenarien eines technisch machbaren Einsatzes Anforderungen abgeleitet werden - an die Sensorik, die Tele-Tf und deren Arbeitsplatz. Dies dient zum einen dazu, das Sensorikkonzept des DZSF-Projekts „ATO Sensorik“ mit Blick auf die für die Teleoperation benötigten Sensoren zu analysieren und - falls nötig - zu erweitern. Vor allem aber soll ein Berufsbild für Tele-Tf einschließlich möglicher Qualifizierungsmaßnahmen und des zugehörigen Arbeitsplatzes konzipiert werden. Der Fokus des Projekts liegt auf den menschlichen und organisatorischen Faktoren der ATO ergänzenden Teleoperation. Die Technik der ATO- und Fernsteuerungssystemen soll nur insofern untersucht werden, als dass sie die Rahmenbedingungen des Betriebes definiert und sie unter Beachtung der menschlichen Faktoren angepasst werden müsste. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen dazu beitragen, dass die Teleoperation bei der Entwicklung von ATO-Systemen - sofern erforderlich - als ein Bestandteil dieser Systeme berücksichtigt werden kann. Gleichzeitig hat das Projekt den Anspruch, die Implikationen der Teleoperation für den Menschen zu erfassen. Das soll Wege aufzeigen, den Wandel im Berufsbild der Tf zu gestalten und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen. Damit leistet das DZSF einen Beitrag für die Weiterentwicklung des Schienenverkehrs.

Beschreibung des Loses

Bitte entnehmen Sie die Details der Ausschreibung den veröffentlichten Unterlagen, insbesondere der Leistungsbeschreibung sowie der Bieterinformation.

Zuschläge

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Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V.–

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249.800 € – 677.470 €mittlere Hälfte, 17 Werte

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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 48c4fd12-32ff-4bdc-b07a-e4db50b18aea.