81304741-Consultingleistung zur Entwicklung von Finanzierungsmodellen für agrarökologische und klimaresiliente Entwicklung im ländlichen Raum Boliviens
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH · Eschborn, Hessen
Aktenzeichen 81304741veröffentlicht 18.06.2024DienstleistungenOffenes Verfahren
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Auf einen Blick
- Art des Auftrags
- Dienstleistungen
- Geschätzter Wert
- ?keine Angabe
- Laufzeit
- ?keine Angabe
- Lose
- 1
- Verfahren
- Offenes VerfahrenVgV, EU-weit
- Rahmenvereinbarung
- nein
- Ort der Leistung
- Eschborn65760, Main-Taunus-Kreis, Hessen
- Einreichung
- ?keine Angabe
Schnellprüfung für Bieter
- ?Unterlagen frei zugänglichkeine Angabe
- ?Elektronische Einreichung verpflichtendkeine Angabe
- ?Nebenangebote zugelassenkeine Angabe
- ?Mehrere Hauptangebote zugelassenkeine Angabe
- ?Laut Auftraggeber für KMU geeignetkeine Angabe
- ?Sicherheiten verlangtkeine Angabe
- ?Teilnahme vorbehalten (z. B. Werkstätten)keine Angabe
- ?E-Rechnung verpflichtendkeine Angabe
- ?Vertraulichkeitserklärung verlangtkeine Angabe
- Elektronische Auktionnein
- Aus EU-Mitteln finanziertja
- ?Wiederkehrender Auftragkeine Angabe
Einordnungvon uns ausgewertet
Alle interessierten Unternehmen dürfen ein Angebot abgeben.
Es wird nicht verhandelt. Gewertet wird das Angebot so, wie es eingereicht wurde.
Kein Angebot mehr möglich. Wer gewonnen hat und wie viele Angebote eingingen, steht unter Zuschläge; für Folgeaufträge lohnt der Blick auf Laufzeit und Vergabestelle.
Das Verfahren ist abgeschlossen; diese Meldung nennt das Ergebnis.
Bei dieser Vergabestelle vergehen von der ersten Meldung bis zum Ergebnis im Mittel 122 Tage (268 Verfahren, 24 Monate).
Sie erhält im Median 3 Angebote je Los (994 Lose mit Angabe).
Die Gewichtung von Preis und Leistung steht nicht in der Bekanntmachung, nur in den Vergabeunterlagen.
Unterlagen schon heruntergeladen? Vergabeunterlagen prüfen (Team): Fristen, Gewichtung, Mengen, Zertifikate und Fehler im Preisblatt.
Fristen und TermineStand 08.11.2026
- Veröffentlichungvor 29 Monaten
- Heute
Beschreibung
Bolivien gehört zu den Ländern, die weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffen sind. Die Auswirkungen sind v.a. in den ländlichen Regionen zu spüren, wo Wassermangel und Extremwetterereignisse zu Ernteausfällen führen. Die Landwirtschaft trug 2021 16,1% zum bolivianischen Bruttoinlandsprodukt bei und beschäftigt ca. 26% der erwerbsfähigen Bevölkerung. Bolivien produziert nach agroindustriellem Modell und bemüht sich um die Substitution von Lebensmittelimporten. Die Umwandlung von natürlichen Ökosystemen zu landwirtschaftlichen Nutzflächen, ein Anstieg von hohen Dünger- und Pestizidbelastungen und die Degradierung von Böden und Wasserressourcen sind dabei gängige Praxis. Die Folgen von konventioneller Landbewirtschaftung belasten nicht nur die Ressourcen Wasser, Biodiversität und Boden in den Andentälern, sondern beeinträchtigen auch die Resilienz der Agrar- und Ernährungssysteme gegenüber Klima- und Marktschocks. Bolivien hat die weitaus geringste landwirtschaftliche Produktivität im lateinamerikanischen Vergleich, die durch Dürren und Kälteeinbrüche im Hochland und in den Andentälern noch weiter gesenkt wird.
Das Potential der Agrarökologie zur Sicherung und Wiederherstellung der natürlichen Ressourcen wird von Produzent*innen, Erzeugergemeinschaften und subnationalen Regierungsvertreter*innen in den Andentälern zunehmend erkannt. Auch gibt es auf Betriebsebene positive Beispiele agrarökologischen Wirtschaftens in der Zielregion, die jedoch aufgrund mangelnder ökonomischer Anreize, fehlender Sensibilisierung der Bevölkerung und politischer Rahmenbedingungen bislang keine breitenwirksamen Transformationsprozesse auf verschiedenen Ebenen auslösen konnten. In Bolivien gibt es jedoch keine integrierte, breitenwirksame Umsetzung agrarökologischer und klimaresilienter Transformationsprozesse in der ländlichen Entwicklung. Hier setzt das Projekt ProResiliente direkt an. Ziel des Vorhabens lautet: Agrarökologische und klimaresiliente Transformationsprozesse der ländlichen Entwicklung sind in den Andentälern Boliviens auf ausgewählten Ebenen des Agrar- und Ernährungssystems gestärkt.
Dazu wird in vier Komponenten (Outputs) gearbeitet: Output 1 zielt darauf ab, die politischen Rahmenbedingungen für die Implementierung von agrarökologischen Produktions- und Anbausystemen zu verbessern. Output 2 widmet sich der Qualifizierung der Stakeholder der agrarökologischen Transformation, die dadurch zu wissensbasierten Entscheidungen und Beratungsleistungen im Bereich nachhaltiger Landwirtschaft befähigt werden. Die Marktanbindung von agrarökologisch und klimaresilient wirtschaftenden Produzent*innen in den ausgewählten Wertschöpfungsketten wird durch Output 3 verbessert. Da eine agrarökologische Transformation auch auf Betriebsebene hohe Investitionen erfordert, widmet sich Output 4 der Anpassung von Finanzierungsmodellen für agrarökologische, klimaresiliente Bewirtschaftungsmaßnahmen.
Beschreibung des Loses
Der Auftragnehmer ist für die Erreichung von Output 4 (Finanzierungsmodelle für agrarökologische, klimaresiliente Bewirtschaftungsmaßnahmen sind an die Nachfrage von vulnerablen Gruppen, insbesondere von Frauen im ländlichen Raum in Bolivien, angepasst.) verantwortlich.
Zur Zielerreichung werden folgende Indikatoren definiert: - 200 grüne Kredite, von denen auch die weibliche Landbevölkerung profitiert, sind mit 200 Produzent*innen lokal pilotiert - Banken, Kreditinstitute und Mikrofinanzierungsinstitute in Bolivien haben 2 grüne Kreditlinien entwickelt - 2 Trainingsmodule ("educacion financiera") zur Stärkung der unternehmerischen und finanziellen Fähigkeiten der Produzent*innen wurden für potentielle Kreditnehmer*innen grüner Kredite genderresponsiv zusammen mit den bolivianischen Finanzinstituten entwickelt.
Zur Erreichung der Ziele und Indikatoren werden folgende Aktivitäten definiert: - Marktstudie (inkl. vertiefter bzw. aktualisierter Akteurslandkarte) zu existierenden landwirtschaftlichen Krediten, die sich an die Zielgruppe (Produzent*innen in der Makroregion Andentäler) richten mit Potential- und Risikoanalyse für neue grüne Kreditlinien - Partizipative Entwicklung grüner Kredite mit ausgewählten Finanzinstituten basierend auf der Marktstudie und nachvollziehbaren Kriterien - Kommunikations- und Difusionskampagne in Zusammenarbeit mit den Partnern aus dem Bankensektor zur Verbreitung relevanter Informationen zu den grünen Kreditlinien - Unterstützung und Beratung von Banken bei der Einführung von Systemen zum Management von Umwelt- und Sozialrisiken (SARAS), inkl. Analyse der Ausgangssituation und Unterstützung/Kapazitätsaufbau bei der Anpassung von existierenden digitalen Systemen zur Identifizierung und Monitoring von Sozial-, Klima- und Umweltrisiken - Erstellung des grünen Protokolls bzgl. Kriterien der Kreditvergabe (u. a. auch Gender, Alter) mit Bankenverbänden und der Autoridad de Supervisión del Sistema Financiero (ASFI) - Entwicklung einer Grünen Taxonomie für den Agrarsektor - Planung und Steuerung von regionalen Austauschformaten (z.B. mit Brasilien, Kolumbien oder Peru) zur Entwicklung grüner Kreditsysteme - Beratung und Unterstützung existierender Plattformen (z.B. Mesa de finanzas verdes) in Abstimmung mit der Auftraggeberin. - Marktstudie zu vorhandenden Trainingsmodulen in Bolivien und der Region, die sich (potenziell) an landwirtschaftliche Produzent*innen in der Makroregion Andentäler richten - Design und partizipative Entwicklung von Trainingsmodulen zur Stärkung der unternehmerischen und finanziellen Fähigkeiten von potentiellen Kreditnehmer*innen mit den bolivianischen Finanzinstitutionen unter Berücksichtigung aktuell existierender Traniningsmodule und der Integration von agrarökologischen und anderen Nachhaltigkeitssspekten - Unterstützung der Umsetzung der Traningsmodule mit identifizierten Partnern (u.a. Training of Trainers) - Weitergehende technische Beratung des Finanzsektors bei der Ausarbeitung und Durchführung von Schulungsmodulen für den Finanzbereich - Monitoring und Evaluierung der Wirkungen der Fortbildungsmodule bei der Zielgruppe (potenzielle Kreditnehmer*innen in der Makroregion Andentäler).
Gegenstand nach CPV
Bedingungen
Zuschlag2 von 2 angegeben
- Qualität
- Erreichte Gesamtpunktzahl nach fachlicher Wertung (inkl. Mindbed.)Zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Bieters wird hier von der Vergabestelle die erreichte Gesamtpunktzahl nach fachlicher Wertung eingetragen. Es werden nur Angebote mit einer fachlichen Bewertung von über 500 Punkten gewertet. Fachliche Angebote mit weniger Punkten scheiden als fachlich ungeeignet aus.
- Qualität
- Erreichte Gesamtpunktzahl nach fachlicher Wertung (inkl. Mindbed.)Zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Bieters wird hier von der Vergabestelle die erreichte Gesamtpunktzahl nach fachlicher Wertung eingetragen. Es werden nur Angebote mit einer fachlichen Bewertung von über 500 Punkten gewertet. Fachliche Angebote mit weniger Punkten scheiden als fachlich ungeeignet aus.
Eignung0 von 2 angegeben
- Kriterien
- ?keine Angabe
- Nachreichen von Unterlagen
- ?keine Angabe
Laufzeit und Umfang3 von 5 angegeben
- Vertragsbeginn
- ?keine Angabe
- Vertragsende
- ?keine Angabe
- Verlängerung
- bis zu 2-mal: Der Erwerber behält sich das Recht vor, zusätzliche Käufe vom Auftragnehmer zu tätigen, wie hier beschrieben: Der Auftrag kann optional erweitert und/oder verlängert werden. Die Einzelheiten können den Vergabeunterlagen entnommen werden.
- Optionen
- Der Auftrag kann optional erweitert und/oder verlängert werden. Die Einzelheiten können den Vergabeunterlagen entnommen werden.
- Rahmenvereinbarung
- nein
Angebot und Einreichung0 von 8 angegeben
- Elektronische Einreichung
- ?keine Angabe
- Einreichung über
- ?keine Angabe
- Sprache
- ?keine Angabe
- Nebenangebote
- ?keine Angabe
- Mehrere Hauptangebote
- ?keine Angabe
- Bindefrist
- ?keine Angabe
- Angebotsöffnung
- ?keine Angabe
- Sicherheiten
- ?keine Angabe
Ausführung1 von 4 angegeben
- Vertraulichkeit
- ?keine Angabe
- E-Rechnung
- ?keine Angabe
- Vorbehaltene Ausführung
- ?keine Angabe
- EU-Mittel
- Auftragsvergabeprojekt ganz oder teilweise aus EU-Mitteln finanziert
Rechtsschutz3 von 3 angegeben
- Nachprüfungsstelle
- Die Vergabekammern des Bundes, Villemombler Straße 76, 53123 Bonn
- Fristen für Nachprüfungsanträge
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf de … ganz lesenkürzer
Ein Nachprüfungsantrag ist gemäß § 160 Abs. 3 GWB unzulässig, soweit 1. der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von zehn Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt, 2. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 3. Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden, 4. mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind. Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.- Beschaffungsübereinkommen (GPA)
- fällt darunter
Zusätzliche Informationen1 von 1 angegeben
- Hinweis
- Bekanntmachungs-ID: CXTRYY6Y1GZ57C5N Die Kommunikation findet ausschließlich über den Projektbereich des Portals statt.
Keine Angabe passt zu diesem Suchbegriff.
Bezeichnungen aus den amtlichen eForms-Codelisten (EU und eForms-DE). Maßgeblich sind die Vergabeunterlagen.
Zuschläge
| Zuschlag an | Angebote |
|---|---|
| AFC Agriculture and Finance Consultants GmbH, Bonn | 4 |
AuftraggeberZur Seite der Vergabestelle
- Anschrift
- Dag-Hammarskjöld-Weg 1 - 5, 65760 Eschborn
- Kontakt
- kein Funktionspostfach angegeben, siehe Originalbekanntmachung
- Auskünfte
- Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
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Marktumfeldvon uns ausgewertet
Preise und WettbewerbPremium
Verlauf des Verfahrens3 Meldungen
- Vergabebekanntmachung (diese Seite)
- 1. Berichtigung · Aktualisierte InformationenFrist von 22.03.2024 auf 28.03.2024 verschoben
- BekanntmachungFrist 22.03.2024
Berichtigte Fassungen bleiben aufrufbar. Die Suche zeigt je Verfahren nur die aktuelle.
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Quelle: Bekanntmachungsservice des Bundes (oeffentlichevergabe.de), Lizenz CC0. Stand der Daten: 04.11.2026. Maßgeblich ist allein die Originalbekanntmachung. Kennung 3d913444-75fa-423e-abf0-26207d6b9f41.